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Gesamtaufnahmen des Mondes - Basiswissen |
Voraussetzung ist der Einsatz einer digitale Spiegelreflexkamera
(DSLR) im Primärfokus des Aufnahmeteleskops (die
sogenannte Fokalfotografie, das Teleskop erfüllt die Funktion eines
Teleobjektivs am Kameragehäuse) |
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Es
ist auf eine feste und stabile Verbindung zwischen Kameragehäuse und
Teleskop zu achten. Normalerweise setzt man dazu einen so genannten
2"/T2 Adapter in
Verbindung mit einem zum Kameratyp passenden T2 Adapters. Beide Adapter werden
ineinander geschraubt und sorgen für eine stabile Verbindung zwischen
Teleskop und Kameragehäuse.
Tipps: Benutzen Sie zur Auslösung der Belichtung
unbedingt einen Fernauslöser und - wenn Ihre Kamera über diese
Funktion verfügt - die Spiegelvorauslösung. Erschütterungen des
Teleskops sind unbedingt zu minimieren. Da der Mond meist hell genug ist
wählen Sie eine Empfindlichkeit von ungefähr 200 ASA. Die
Belichtungzeiten sollten zwischen 1/50 bis 1/100 Sekunde liegen (je kürzer
desto besser). Achten Sie darauf Überbelichtungen zu vermeiden (lassen Sie
sich gegebenfalls das Histogramm anzeigen - wenn Ihre Kamera über diese
Funktion verfügt). |
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Abbildung
oben: Canon DSLR an
einem Celestron EdgeHD Teleskop
- Das aufgenommene Bildfeld ist
abhängig von der Primärbrennweite des Teleskops und der
Größe des Sensors in der Kamera. Das Bildfeld sollte mindestens 0,55
Grad groß sein, Faustformel: Aufnahmebrennweite < 100 x
Sensorgröße. Die scheinbare Größe des Vollmondes am
Himmel beträgt ziemlich exakt 0,5 Grad.
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Beispiel für Kameras mit APS-C Sensor (ca. 24 x
16mm)
Primärbrennweite < 2.400mm für Aufnahmen von
Mondsichel oder Halbmond Primärbrennweite < 1.500mm für
zunehmenden Mond oder Vollmond
Beispiel für Kameras mit
Vollformatsensor (FullFrame, 24 x 36mm)
Primärbrennweite <
3.600mm für Mondsichel oder Halbmond Primärbrennweite < 2.400mm
für zunehmenden oder Vollmond
« Maßstäblicher Größenvergleich
zwischen APS-C und FullFrame Chip |
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Die genaue
Berechnung des Bildfeldes in Abhängigkeit von Aufnahmebrennweite und
Chipgröße berechnet sich wie folgt:
Länge, bzw.
Höhe des Feldes [in Bogensekunden] = (206 265 ÷ Brennweite [mm])
× Länge, bzw. Höhe des Chips [mm].
Dividiert man den
gerechneten Wert durch 60 ergibt sich das Feld in Bogenminuten, dividiert man
durch 3600 ergibt das die Feldgröße in Grad (wie für den Mond
erwünscht).
Merke: 1
Grad = 60 Bogenminuten = 3.600 Bogensekunden
Hinweise:
- längere
Primärbrennweiten können verwendet werden. Die Bildverarbeitung
erfordert dann das Zusammensetzen mehrerer Aufnahmen zu einem Mosaik des Mondes
(einen aktuellen Artikel zu einer solchen Bildverarbeitung finden Sie in der
Zeitschrift Sterne + Weltraum, Oktober 2013, ab Seite
78.
Auch kleinere Sucherkameras und
sogar Handys mit Kamerafunktion können erfolgreich für
Schnappschüsse vom Mond eingesetzt werden. Da bei diesen Kameras das
Objektiv nicht entfernt werden kann, ist eine Verbindung zwischen Kamera und
Teleskop nicht über 2"/T2 und T2 Kameraadapter möglich. Hier bietet
sich als Lösung der Baader DigiScope Adapter an. Diese Art der Mondfotografie
nennt man - wird eine Kamera mit Objektiv zur Aufnahme eingesetzt -
afokale
Projektionsfotografie. |
| Weitere
Informationen zur Aufnahmetechnik mit DSLR Kameras von Sonne und Mond finden
Sie z.B.
hier |
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